{"id":7327,"date":"2019-12-20T13:23:22","date_gmt":"2019-12-20T13:23:22","guid":{"rendered":"http:\/\/www.alpaderm.com\/cms\/la-peau-de-bebe-vu-de-linterieur\/"},"modified":"2021-03-03T23:47:06","modified_gmt":"2021-03-03T23:47:06","slug":"babyhaut-von-innen-gesehen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.alpaderm.com\/de\/nachrichten\/babyhaut-von-innen-gesehen\/","title":{"rendered":"Babyhaut von innen gesehen"},"content":{"rendered":"\nDIE BABYHAUT IST DAS ERGEBNIS EINES LANGSAMEN ENTWICKLUNGSPROZESSES, DER W\u00c4HREND DER SCHWANGERSCHAFT STATTGEFUNDEN HAT:\nUm den 40. Schwangerschaftstag herum entsteht beim kleinen Embryo, der 10 bis 14 Millimeter misst, die Zunge, die Z\u00e4hne bilden sich und die Oberhaut (Epidermis) entwickelt sich. In der 22. Schwangerschaftswoche ist das Baby vom Kopf bis zum Stei\u00dfbein 17 cm und vom Kopf bis zu den Fersen 26 cm gross und wiegt 500 g. Die Haut beginnt sich zu verdicken, ist aber immer noch faltig, weil das Fettpolster unter der Haut noch nicht vorhanden ist. Die Talgdr\u00fcsen entstehen und beginnen mit der Absonderung des Fruchtschmiere (Vernix caseosa), um die im Fruchtwasser badende Babyhaut zu sch\u00fctzen. In der 23. Schwangerschaftswoche erscheint das Unterhautfettgewebe sowie feine Linien an seinen Fingern und Handfl\u00e4chen, die seine zuk\u00fcnftigen Fingerabdr\u00fccke bilden werden. Die Zahnknospen entstehen und das Elfenbein der zuk\u00fcnftigen Milchz\u00e4hne beginnt sich aufzubauen. In der 26. Schwangerschaftswoche misst das Baby 21 cm vom Kopf bis zum Stei\u00dfbein und 33 cm vom Kopf bis zu den Fersen und wiegt 870 g. Seine Haut ist ger\u00f6tet, da sie von kleinen Blutgef\u00e4\u00dfen durchzogen ist. In der 35. Schwangerschaftswoche misst das Baby nun 30 cm vom Kopf bis zum Stei\u00dfbein und 45 cm vom Kopf bis zu den Fersen und wiegt etwa 2kg400. Es wird immer rundlicher. Die Fruchtschmiere ist immer noch da; es wird bei der Geburt sicherlich noch welche haben (das ist der wei\u00dfliche Bezug auf der Haut, mit dem das Neugeborene auf die Welt kommt). In der 36. Schwangerschaftswoche misst das Baby 32 cm vom Kopf bis zum Stei\u00dfbein und 46,5 cm vom Kopf bis zu den Fersen und wiegt etwa 2kg650. Es wird bald seine Eltern kennenlernen, und seine Haut ist jetzt so beschaffen, dass Mama und Papa sie ber\u00fchren k\u00f6nnen. Die Haut eines Babys hat eine besondere Physiologie: Die unvergleichlich weiche, feine und leicht reizbare Haut eines Babys ist, zum geplanten Zeitpunkt der Geburt, vollkommen ausgebildet: Hornschicht (Stratum corneum), Oberhaut (Epidermis), Lederhaut (Dermis) und Unterhaut (Subcutis) sind nun vorhanden.\nDie Haut eines Babys unterscheidet sich jedoch stark von der eines Erwachsenen:\nDie Hornschicht der Haut ist d\u00fcnn und durchl\u00e4ssig. Die Lederhaut ist d\u00fcnner als die eines Erwachsenen. Sie besteht aus feinen elastischen Fasern und sehr d\u00fcnnen Kollagenb\u00fcndeln. Die Haut eines Kindes wird erst ab dem Alter von 4 Jahren zu einer nahezu undurchl\u00e4ssigen Barriere. Bis dahin ist sie sehr leicht reizbar und ein einfacher Zugang f\u00fcr chemische Reizstoffe. Es fehlen die nat\u00fcrlichen Abwehrkr\u00e4fte, die diese Strukturen im Erwachsenenalter aufbauen: Jede unbehandelte Verletzung kann sich entz\u00fcnden. Man sch\u00e4tzt, dass sich auf der Hautoberfl\u00e4che eines Babys 50 bis 60 Millionen Bakterien pro cm2 befinden.\nDie Schweissdr\u00fcsen funktionieren noch nicht \u201enormal\u201c. Ein Neugeborenes hat von Natur aus ein Schwei\u00dfdefizit, d.h. Schwierigkeiten Abfallstoffen und Giftstoffe auszuscheiden und die K\u00f6rpertemperatur zu regulieren. Die zarte Haut tendiert zum Austrocknen, da sie weniger durchfettet ist.\nDie Talgdr\u00fcsen, die w\u00e4hrend der Schwangerschaft durch m\u00fctterliche Hormone stimuliert werden, sind bei der Geburt \u00fcberm\u00e4\u00dfig entwickelt, was zu einem \u00dcberschuss an Talg f\u00fchrt. Dies ist z.B. der Grund f\u00fcr das Auftreten von Milchkrusten. Im Laufe der Monate ver\u00e4ndert sich die Haut des Kleinkindes und wird bis zur Pubert\u00e4t zunehmend trockener.\nDie mit einem d\u00fcnnen, nicht ausreichend widerstandsf\u00e4higen Hydrolipidfilm bedeckte Babyhaut reagiert besonders empfindlich auf \u00e4u\u00dferen Einfl\u00fcsse wie Wind, Hitze, Reiben durch Windeln und Kleidung.\nDie Pigmentzellen, die Melanozyten, die f\u00fcr die Pigmetierung der Haut verantwortlich sind, sind immer noch sehr sp\u00e4rlich und enthalten nur wenige Pigmentk\u00f6rperchen (Melanosome). Aus diesem Grund haben die meisten Kinder bei der Geburt einen sehr hellen Teint, auch wenn dies bei ihren Eltern nicht der Fall ist.\nDie Haut eines Babys ist arm an Melanin, einer Substanz, die vor ultravioletten Strahlen sch\u00fctzt, und reagiert daher extrem empfindlich auf die sch\u00e4dliche Wirkung der Sonne.\nBei Kleinkindern im Alter von wennigen Wochen ist der Schwitzmechanismus, der den W\u00e4rmehaushalt reguliert, noch nicht gut etabliert. Ein kleines Baby ist daher anf\u00e4lliger f\u00fcr Temperaturschwankungen als ein Erwachsener.\nDr Philippe Go\u00ebb\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>DIE BABYHAUT IST DAS ERGEBNIS EINES LANGSAMEN ENTWICKLUNGSPROZESSES, DER W\u00c4HREND DER SCHWANGERSCHAFT STATTGEFUNDEN HAT: Um den 40. Schwangerschaftstag herum entsteht beim kleinen Embryo, der 10 bis 14 Millimeter misst, die Zunge, die Z\u00e4hne bilden sich und die Oberhaut (Epidermis) entwickelt sich. In der 22. 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